KaBa kommt

1. ZIM FuE-Verbundprojekt ist gestartet



Der erste Antrag auf Förderung für ein ZIM-FuE-Projekt aus dem Netzwerk „Robotik für KMU“ ist genehmigt worden.
Das BMWi wird das Verbundprojekt zwischen der Fa. CLK GmbH, der FH Münster und dem Institut ISW der Universität Stuttgart für drei Jahre fördern.

Wir gratulieren der Verbundpartnern!

KaBa: Kamerabasierte Bahnplanung.
Das Projekt befasst sich mit der Kamera geführten Steuerung von Robotern.
Der Grundgedanke beruht auf dem Leitmotiv, das sich das Netzwerk gesetzt hat, nämlich Roboteraufgaben für geringe Losgrößen wirtschaftlich zu machen. Nur so besteht für kleine und mittlere Unternehmen die Chance sich ebenfalls mit der Robotertechnik zu beschäftigen.
Für den Nutzer soll am Ende eine Roboteranwendung entstehen, die flexibel und einfach bedienbar ist. Weiterhin soll auch das Einlernen neuer Teile unkompliziert umsetzbar gemacht werden.

Bei gängigen Roboterzellen wird normalerweise jede Bewegung des Roboters detailliert programmiert. Dementsprechend muss jedes Objekt exakt gleich im Raum ausgerichtet werden, damit der Roboter die identische Arbeit verrichten kann. Wenn das nächste Bauteil sich auch nur geringfügig ändert (z. B. eine Seitenlänge 5% länger), dann müssen sämtliche Wege neu programmiert werden. Das kann für einen Kleinserienfertiger bedeuten, dass er für eine einzige Aufgabe in seiner Fertigung (z. B. Lackieren von Bauteilen) hunderte unterschiedlicher Programme schreiben muss. Außerdem braucht er einen versierten Programmierer, der für jedes Modell ein neues Programm anlegt. Das gilt im Grunde für alle Anwendungen von Robotern in Kleinserien in den unterschiedlichsten Branchen wie z. B. der Metallbearbeitung, der Möbelindustrie, der Kunststoffverarbeitung, dem Handling von Baustoffen oder sonstigen Teilen.

Der Aufwand des Programmierens und der exakten Einspannung soll mit Kaba deutlich reduziert werden. Durch eine zu entwickelnde flexible Auswertung der Kamerabilder und eine automatische Bahnberechnung inklusive Kollisionsprüfung wird dies auch für komplexe Aufgaben möglich. Für einfache Aufgaben setzt CLK dies bereits schon jetzt um.